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Holzwerkstoffindustrie

Bei der Herstellung von Holzpartikelplatten wird Holz in Späne oder Fasern zerlegt, gereinigt, getrocknet und mit einem Bindemittel versehen. Die beleimten Späne, Strands oder Fasern werden zu Matten mit entsprechendem Aufbau gestreut und vorverdichtet. Unter Einwirkung von Wärme und Druck werden diese in der Hauptpresse zu Platten verpresst. Die Hauptpresse arbeitet mit einer Temperatur von deutlich über 230° C und einem spezifischen Druck von 2,5 MPa. Durch die Hitze in der Presse wird der Leim aktiviert und bindet ab. Nach dem Abkühlen der Platten werden diese besäumt, geschliffen und zugeschnitten. Danach können sie beschichtet oder anderweitig be- und verarbeitet werden. Die Herstellung der Holzwerkstoffe ist hochgradig mechanisiert.

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Branchen - Holz-Werkstoffindustrie

Die Anforderungen an Isolierwerkstoffe für beheizte Pressen steigen stetig. Generell sind für Isolierwerkstoffe in beheizten Pressen folgende Eigenschaften von entscheidender Bedeutung:

  • Temperatur-Langzeitbeständigkeit

  • Geringes Setzverhalten (Stauchung) bei Betriebsbedingungen

  • Beständigkeit gegen statische und dynamische Druckbelastung (Lastwechsel) - Chemikalien- und Ölbeständigkeit

Insbesondere wegen teilweise sehr hohen spezifischen Druckbelastungen (bis ca. 90N/mm²) kommen deshalb in der Regel Glasgewebe- oder Glasfaserverstärkungen in Verbindung mit Füllstoffen und Harzen zum Einsatz. Bei geringen spezifischen Drücken sind jedoch auch anorganische Verbundwerkstoffe im Einsatz.

Anwendungen in der Holzwerkstoffverarbeitung sind i.d.R. relativ einfache 2D-Bauteile aus Standardwerkstoffen. Für manche Pressenisolierungen wird neben den Wärmedämmplatten eine flexible Ausgleichseinlage zum Ausgleich von Ungenauigkeiten der mechanischen Struktur gefordert.